Montag, 19. März 2007

Der Wahnsinn auf vier Rädern


Gestern war das Formel 1 Auftakt Rennen in Melbourne und ich war dabei. Und ich war aufgeregt. Eigentlich hatten wir uns die ganze Aktion schon abgeschminkt, da die Karten so um die 400 $ kosten sollten. Wir dachten uns, dass wir schön von außen ein bisschen den quitschenden Reifen lauschen und gut. Aber es kam alles ganz anders. Beim genauerern Studieren der Preise fiel uns auf, dass es da auch so genannte General Admission Tickets für 90 $ gibt, für Studenten sogar nur 68 $. Auf Nachfrage erklärte uns die nette Dame am Schalter (meine persönliche Heldin des Tages), dass man mit diesen Karten auch an die Strecke kann, bloß halt keinen Sitzplatz hat und nicht fünf Meter hoch sitzt. Wen interessierts? Mareike und ich haben kurzerhand unsere Kreditkarten gezückt und los gings... Das war alles so aufregend! Hier ist erstmal der Streckenplan. Der Race Track befindet sich im Albert Park, quasi direkt in Melbourne.




Mein Ticket, ganz wichtig um den Hals gebunden...




Mareike und ich haben uns beim Reingehen schon gewundert, warum die alle Ohrstöpsel verkaufen und dachten uns, dass doch gerade der Lärm das Rennen ausmacht. Ha! Das war eine Lautstärke, dass kann sich kein Mensch vorstellen... Mareike ist kurzerhand zurück gerannt und hat uns beiden ein Survival-Kit mit Sonnencreme, Ohrstöpseln und Paracetamol gekauft.





Ja, das bin ich mitsamt Ohrstöpseln (die haben übrigens jedliche Konversation unmöglich gemacht).


So, jetzt kommen aber endlich die ersten Eindrücke vom Rennen.








Diese Menschen haben alle 90 Dollar oder weniger bezahlt (merkt euch das für später).






Diese Zuschauer haben 400$ und weniger bezahlt (da muss man schon echter Fan sein, find ich).



Als, dass Rennen gelaufen war (ich weiß eigentlich nur, das Kimi R. gewonnen hat), durften wir alle auf die Rennbahn, durch diese berühmten "Schlupflöcher". Eins muss ich jetzt aber noch zum Rennen loswerden. Die fahren so unglaublich schnell, dass bringt kein Fernseher der Welt zur Geltung. Und was auch oft unbedacht bleibt: Diese Bahn ist - keine Ahnung - sechs Kilometer lang. Man steht aber ja logischerweise immer nur an einem winzigen Abschnitt, will sagen, du bekommst nichts mit. Es gibt zwar einen Komentator, aber zu 85% der Zeit heizt irgendein Rennwagen vorbei und du verstehst null. Am Ende ist man doch die ganze Zeit damit beschäftigt, auf eine der unzähligen Leinwände zu gucken.


Wenn man sich meine Füße so anguckt, könnte man meinen, ich bin 54 Runden lang nebenher gerannt, aber nein, das kommt von dem staubigen Boden um die Bahn drumrum. Ich stehe hier übrigens auf diesen Kurvenstreifen, die so weiß orange sind. Der Fleck auf dem ich stehe war also mal weiß, ist jetzt aber mit einer Menge Gummi bedeckt und hat dementsprechend schön gekelbt.


Auf der Bahn wurden dann die verunglückten Rennwagen abtransportiert.






Die nächsten Bilder spielen sich eigentlich alle am Start und Ziel Abschnitt ab, wo ja auch die ganzen Boxen der Rennfahrer sind.



Die Pole Position.



Der Beweis, ich war wirklich da.




Die Boxen.




Eva, der Fan.



Aber ich war natürlich nicht die Einzige...





Das lass ich mal für sich sprechen...





Dieser Tag war einfach der Wahnsinn und ich muss leider sagen: Jeder, der sich nur ein bisschen für Formel 1 interessiert, sollte unbedingt einmal live dabei sein, denn das ist wirklich einfach unvergleichbar.

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