Sonntag, 22. April 2007

Maskerade

AmWochenende war ich bei einer Masken-Party - nett wars. Hier ein Bild der geheimnisvollen Dame, die mit mir da war ;-)



Melbourne Zoo - Regen, Regen, Regen

Am Samstag war ich mit Mareike im Melbourne Zoo. Angedacht war die letzten Tage mit schönem Wetter zu genießen, leider hat es von unserem vier Stunden Besuch drei richtig heftig geregnet. Man mag sich jedoch nicht so recht drüber aufregen, denn in Australien ist die anhaltende Dürre und Wasserknappheit Thema Nummer 1. So haben wir eben die Zähne zusammen gebissen und sind los marschiert. Los gings im Reptilienhaus.

Die absolute Entspannung oder einfach mal abhängen...




Das nenn ich mal ein (oder besser zwei) Häuflein Elend.



Dies ist ein Suchbild, versteckt sind vier Tiere gleicher Rasse...


...und danach müsst ihr suchen.



Das ist ein Platypus, ein Eier legendes Säugetier. Ich weiß, den kann man schlecht erkennen, es war aber einfach zu dunkel. Der Platypus ist auch ein Australisches Wappentier (oder irgendwie anders wichtig für Australien, ups, Bildungslücke). Zum besseren Verständnis der Bilder: Das Tier hat einen Schnabel, und der Rest des Körpers besteht aus Fell.


Ein weißer Braunbär.




Die pure Fleischeslust bei der Löwenfütterung.



Da die fünf Dollar teuren Regen-/Mülljacken aus waren, haben wir von der barmherzigen Verkäuferin die kaputten Reste bekommen - hat aber nicht wirklich was gebracht.




Ganz ehrlich, der hat gedacht wir haben nen Knall, dieser Blick war einfach unglaublich.



Die beiden waren sooooo herrlich, die haben ein Theater gemacht, das sprengte jeden Trapetzkünstler im Zirkus.



Hier möchte ich einen echten Männerhaushalt vorstellen: Ob Zufall oder nicht...





... im Käfig lagen eine alte Pizzaschachtel und eine Fernsehzeitung.






Einfach mal ein schöner Anblick.


Zum Trocknen und Aufwärmen waren wir dann im Schmetterlingshaus. Gefühlte 40 Grad warm waren wir umschwärmt von hunerten und aberhunderten Schmetterlingen - einfach schön.





Dann mein persönliches Highlight: Orang-Utans. Ein Junges hat mit seiner Mama (oder Oma) Verstecken, Höhlen bauen oder Ähnliches gespielt. Es war so niedlich. Die alte Affendame saß unter einem Leinentuch versteckt in einem Loch, der Kleine wurde immer wieder ins Loch gezogen und unter dem Tuch versteckt. Mal guckten die Füße nach oben raus, mal die Hand mal der Popo. Es war so niedlich.



Eine kleine Auszeit.



Donnerstag, 19. April 2007

Zweierlei

Es gibt genau zwei interessante Sachen zu berichten:

1. Ich hab mit Pan bezüglich eures Rätsels gesprochen (für alle, die es nicht wissen, meine Volleyballdamen inklusive Trainer haben mir eine Postkarte mit einigen chinesischen Zeichen geschickt, die es zu übersetzen galt). Ok, es war nicht einfach. Er konnte zwar alles lesen, meinte aber, dass er nicht so recht wüsste, was es genau heißen sollte. Wir haben uns dann auf. "Wir senden dir jährliche Grüße!" geeinigt. Er meinte, dass das Wort, dass für Grüße steht auch "Treffen" bedeuten könnte, jedoch eher in einem geschäftlichen Zusammenhang. Jetzt würde mich natürlich mal interessieren, ob das so ungefähr das war, was ihr geschrieben habt/schreiben wolltet.

2. Ich habe die erste Note von meinem Essay bekommen: eine 3+. Ich muss sagen, ich bin ein klein wenig enttäuscht, eine 2 hätte doch besser ausgesehen. Die einzigen zwei, mit denen ich vergleichen konnte waren Juliane und Mareike, die beide - zu meiner Freude, aber mit ein bisschen Neid vermischt - eine 2+ und eine 2 bekommen haben. Naja, das war der erste Kurs und die erste Arbeit und die erste Note. Und vor allem der einzige Kurs, der wirklich "international" ist (siehe die Posts vom Camp), bin also wirklich gespannt, wie die Noten bei den anderen Kursen ausfallen, wo ich die einzige Ausländerin bin.
Das Notensystem ist hier übrigens wie folgt:

High Distinction
Distinction
Credit
Pass (Higher grading available)
Pass (no higher grading available)
Fail (some work permitted)
Fail (did not sit - no work submitted)

Naja, Evi hat ein credit+, so siehts aus...

Freitag, 13. April 2007

Tasmanien Teil III

Sonntag. Ostersonntag, um genau zu sein. Da bei uns das Osterfest dieses Jahr irgendwie ausfiel, beschlossen wir, es wenigstens mit einem ordentlichen Frühstück zu feiern. Dank der Supermarktkette Coles, konnten wir auch um 8 Uhr morgens an einem Sonntag einkaufen. Beladen mit Eiern, Bacon und Schokoladeneinern ging es zurück in unser Zimmer über dem Pub. Leider bekamen wir den Herd nicht in die Gänge, woraufhin ich die Rühreier kurzerhand in der Mikrowelle zubereitete, nur auf den Bacon mussten wir verzichten, na gut, dann halt einen anderen Tag.


Heute war ein Städtetag angesagt. Zunächst wollten wir Launceston erkunden, doch wir mussten schnell feststellen, dass Tasmanien zwar mit einer Menge atemberaubender Natur aufwarten kann, jedoch nicht mit reizvollen Städten. Und so suchten wir das "natürliche" Fleckchen Stadt auf und gingen in einer Schlucht spazieren, die am Stadtrand lag. Nach 20 Minuten zu Fuß kamen wir an einer richtigen Feriengegend samt Sessellift an. Kurzerhand fuhren Mareike, Ilka und ich über die Schlucht auf die andere Seite, während Juliane und Claudia zu Fuß loszogen.



Anschließend ging es weiter mit dem Auto bis nach Devonport. Ein wenig kleiner, genauso langweilig. Nach einem Cappuccino in einem italienischen Restaurant ging es weiter nach Queenstown, wo sich unser Schlaflager für die nächsten zwei Nächte befand. Ganz in der Nähe liegt nämlich der Cradle Mountain - Lake St Clair Nationalpark und der soll atemberaubend sein. Zunächst waren wir aber sprachlos, als wir unsere Hütte betraten. Wir hatten ein Doppelbett, ein eigenes Bad, einen Kühlschrank, einen Wasserkocher, einen Fernseher und Heizlüfter und das alles mussten wir mit keinem teilen. Nach einem irre entspannten Abend mit Lesen, Fernseh gucken und ausgiebig duschen, fielen wir in unsere Betten und machten uns für den nächsten Tag bereit.
Montag ging es früh los - na gut 9 Uhr, unsere Standartzeit, aber mit fünf Frauen im Bad und Frühstücken und Brote schmieren ist das eine gute Zeit. Wir fuhren zirka 2 Stunden mit dem Auto in den Norden zurück bis zum Parkeingang in Cradle Valley. Dort machten wir dann als erstes den zwei Stunden Rundgang um den Dove Lake.


Die Vielfältigkeit des Rundgangs war unglaublich. Von einem Moment zum nächsten war man im tiefsten Wald, um dann wieder in einer Natur zu stehen, die man am ehesten mit der Heide vergleichen kann. Ein zwei Echsen kreuzten unseren Weg und am Ende des Marsches war ersteinmal Brotzeit angesagt.


Anschließend machten wir noch drei kurze Rundgänge, die je so 20 Minuten dauerten.


Auf dem Rückweg saß dann Eva am Steuer. Nach gut einer Stunde Fahrt fing plötzlich das erste Auto, dass mir entgegenkam, an, aufzublinken. Häää? Nach kurzem Überlegen schaltete ich das Licht ein, ganz schön pingelig, dachte ich noch. Doch kaum kam das nächste Auto, blinkte es wieder auf... und noch eins. Panik machte sich breit und wir fuhren kurzerhand links ran, um zu gucken, ob irgendwas mit dem Auto ist. Nach kurzem Kriegsrat wurde beschlossen einfach weiter zu fahren, denn wir stellten nichts Ungewöhnliches fest. Nach einem Kilometer endlich die Antwort auf all unsere Fragen: ein Polizist winkte mich links an die Straßenseite. Panikwelle Nummer 2, diesmal nur bei mir. War ja schon alles richtig soweit, aber ich bin noch nie kontrolliert worden und dann mit einem Mietwagen in Tasmanien. Vor lauter Aufregung hab ich auch erstmal Mareikes Fenster runtergefahren und dann, damit der Polizist auch ja nicht denkt, ich sei nicht kooperativ, kurzerhand die Tür aufgemcht und ihm fast gegen das Bein geschlagen. "This is just a lisence check", sagte der Polizist freundlich. Mit zittrigen Händen reichte ich ihm meinen Führerschein. Die nächste Frage beantworteten dann die Mädels für mich. Ob ich am 11.01.1982 geboren bin? Ja, muss ich wohl, zumindestens bestätigten dass die vier. Dann wollte er auch noch wissen, ob der Führerschein kein Ablaufdatum hat? Keine Ahnung. Aber ich hatte ja Verstärkung. Nein, hat er nicht. Gut, weiterfahren. Naja, einmal hab ich das Auto dann noch schön abgewürgt. Als ich dann den Polizisten schon wieder im Rückspiegel auf mich zu kommen sah, fuhr ich ganz hastig mit quitschenden Reifen vom Feld. Uffff, das war was.
Am Abend gab es herrlich leckere Spagetti mit Soße aus dem Glas, lecker. Dienstag hieß es dann auf nach Hobart, schließlich ging am Mittwoch um 3 Uhr der Flieger zurück nach Melbourne. Doch auf dem Weg nach Hobart wollte noch viel entdeckt werden. Direkt an unserer Straße lagen immer wieder Sehenswürdigkeiten, die nur auf uns warteten. Eine davon waren die Nelson Falls.







Dann ging es auf den Donaghys Hill, einem kleinen Berg, den man in 20 Minuten besteigen konnte und der eine herrliche Aussicht bot.


Dritter von fünf Stopps war diese schwergefährliche Hängebrücke beim Frenchmans Cap. Jeder rannte einmal hin und zurück, wurde fleißig fotografiert und weiter gings mit dem Auto.



Dann machten wir noch bei den Russell Falls im Franklin-Gordon Wild Rivers Nationalpark halt. Dort liefen wir eine gute Stunde spazieren, um zu guter Letzt in Norfolk, einer kleinen Stadt mit modernster Technik (ihr werdet es gleich erfahren) halt zu machen.

Das Gerät auf dem unteren Bild hatte es uns besonders angetan. Wir gaben in einer Kette (quasi das McDonalds für Brot und Brötchen) unsere Bestellung auf und jeder bekam ein solches Teil in die Hand gedrückt. Sobald unsere Sachen fertig waren, vibrierte das Ding wie wild und fing an zu blinken. Weder in Hobart noch in Launceston gab es diese Teile (und da waren wir auch in einem dieser Läden).


Am Abend waren wir dann am Ende unsere Reise angelangt. Zurück in Hobart gingen wir gepflegt beim Inder essen und dann auch schnell ins Bett. Am nächsten Morgen brachten Ilka und ich das Auto weg (wir haben übrigens kein Tier totgefahren, nur ein bereits auf der Straße liegendes überrollt) und gingen anschließend alle Mann frühstücken. Die restlichen drei Stunden verbrachten wir in der National Gallery in Hobart, war teilweise sehr interessant. Um 17.45 Uhr war ich wieder in Footscray. Als erste und letzte Tat des Tages habe ich dann die Waschmaschine angeschmissen.

Tasmanien Teil II

Nach einer gruseligen Geistererfahrung am Abend zuvor, ging es am Samstag weiter Richtung Norden. Doch zunächst einmal wollten wir uns den Tasmanischen Teufel aus nächster Nähe anschauen. Claudia, die Port Arthur gerne nochmal bei Tageslicht erkunden wollte, setzten wir dort ab (da habe ich auch die anderen Fotos gemacht) und wir fuhren in den 20 Minuten entfernt liegenden Tierpark.




Ein komisches Vieh. Schon süß irgendwie, aber dann auch wiede verdammt hässlich. Zudem ist er mit dem genetischen Abfall gesegnet, denn ähnlich wie eine Hyhäne kann er eigentlich überhaupt nichts besonders gut. Einziger Vorteil ist sein verdammt kräftiges Gebiss, aber das nützt wenig, wenn man weder die Schnelligkeit noch die Intelligenz besitzt, um zu jagen. So hat sich der Tasmanische Teufel auf Aas spezialisiert - und das frisst er komplett mit Fell. Wir haben uns eine Fütterung angesehen, Wahnsinn, da war echt Schluss mit lustig. Die haben zu dritt jeder an einem Ende eines Stückes Wolf gezogen.






Dann hatte ich noch eine ganz spezielle Erfahrung mit diesem riesen Adler. Der war nämlich in einer Art Hütte, die man betreten musste, um überhaupt etwas von ihm zu sehen. Drinnen angekommen waren zwei große Fenster. Ich bin dann als erste (die anderen waren noch draußen) an das Fenster getreten, um mir was auch immer da drin sein sollte anzuschauen. War aber nix zu sehen, also bin ich näher ans Fenster ran. Und plötzlich tauchte direkt vom Boden vor dem Fenster mit einem gewaltigen Satz dieser Riesenvogel auf und setzte sich direkt vors Fenster. Mit einem lauten Entsetzensschrei bin ich raus aus der Hütte und hätte beinahe Ilka umgerannt. Die anderen dachten ich sei vor einer Spinne geflüchtet, als ich ihnen dann das Adlerauge präsentierte, hatten sie aber doch erstaunlich viel Verständnis für meine Panik (Gott sei Dank sind hier nur Frauen unterwegs).

Ist die nicht schön? Entdecke gerade meine Liebe zu den Eulen.



Das waren Breitmaulvögel oder Froschmaulvögel oder so. Zwei von ihnen saßen, wie ein kleines Knäuel aufgeplustert in der Ecke. Aber dieser hier nahm anscheinend gerade ein Sonnenbad. Solch eine Entspannung, einfach herrlich.


Dieses Känguru-Bild ist leider unscharf, aber einfach zu süß: Ein Teenager Känguru im Beutel. Das Junge war riesig, dass es überhaupt noch in den Beutel durfte...Füße und Kopf hingen oben raus.

Ein australische Kakadu (hier sprechen die den "kakkatoo" aus, ganz komisch.


Dann ging es gegen 11 Uhr mit Claudia im Gepäck Richtung Launceston, unserem nächsten Übernachtungsziel. Auf dem Weg erzählte uns Claudia noch allerhand Geschichten zu Port Athur, sehr informativ. Bevor wir aber Launceston erreichten, war noch ein weiterer Zwischenstopp angesagt - der Freycinet Nationalpark. Hier befindet sich das berühmte Wineglass Bay, eine Bucht, die mit viel Fantasie wie ein Weinglas geformt ist und nur zu Fuß zu erreichen ist. Da wir uns die Bucht aber lieber von Weitem ansehen wollten, denn am Strand stehen ist ja eher unspektakulär, hieß das für uns, rauf auf den Mount Amos. Es gab zwar auch einen Lookout zum Wineglass Bay, aber wir wollten es wissen. Drei Stunden sollte der Auf- und Abstieg dauern, da wir vor Einbruch der Dunkelheit wieder unten sein wollten, hieß es sich sputen. Es war unbeschreiblich. Wir sind Abhänge raufgekraxelt, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Ein paar mal haben wir uns echt gewundert, dass die Parkleute uns so einfach ohne Führung da rauf ließen, nicht mal durch Zäune gesichert war das Ganze. Claudia war es dann auch zu viel und sie wartete zirka eine viertel Stunde vor dem Ziel auf uns.




Bei den Bäumen unten im Bild sind wir gestartet...


Oben angelangt wurden wir für all die Strapazen belohnt. Eine unglaubliche Aussicht bot sich uns. In alle Richtungen Wasser, Buchten und Berge. Und: die Wineglass Bay.



Beim Abstieg konnten wir dann noch den unglaublichen Sonnenuntergang genießen.

Gegen 22 Uhr trafen wir im nächsten Backpacker ein, einem Pub. Es dröhnte Musik aus der Eingangstür und wir traten verschwitzt und völlig fertig ein. Nach 10 Minuten hatten wir unseren Zimmerschlüssel in der Hand und hieften die Koffer in den ersten Stock. Keiner weiß wo bei Juliane und Ilka die Energie herkam, jedenfalls vergnügten sich die zwei noch bis 2 Uhr morgens unten im Pub, während Mareike, Claudia und ich bei Technoklängen wegdämmerten.