Sonntag, 4. März 2007

Klein aber oho - die Penguin Parade


Gestern, also am Samstag, sind Ilka, Claudia, Juliane und ich nach Phillip Island gefahren. Dort nämlich kommen allabendlich die weltweit kleinsten Pinguine aus dem Meer, um zu ihren Brutplätzen zu watscheln. Doch schon auf dem Weg dahin wartete die gebuchte Tour mit einem Highlight auf: wilde Koalas. Es ist einfach unbeschreiblich, wie niedlich diese grauen "Teddybären" sind. Und zu allem Überfluss waren einige von ihnen äußerst aktiv. Wie ich ja schonmal berichtet habe, sind Koalas die meiste Zeit des Tages im Energiesparmodus, aber gestern hatten sie wohl ihre vier aktiven Stunden gerade als wir zu Besuch waren.










Ein bisschen skuril war dann die Weitereise. Wir hatten die Ausfahrt des Koalaparks gerade hinter uns gelassen, da fuhren wir an dem ersten plattgefahrenen Koala vorbei. Es ist schon ein wenig befremdlich, dass Millionen Touristen Eintritt zahlen, um dann wild gestikulierend die Koalas zu bestaunen, um dann 100 Meter weiter einen über den Haufen zu fahren. Aber das ist wohl so, wenn Menschen und Tiere auf engstem Raum zusammenleben.
Bevor wir also am Strand unsere Plätze einnahmen, um die Pinguine zu begrüßen, fuhr Jim der Busfahrer noch ein bisschen mit uns die Küste entlang. An unzähligen Nestern vorbei, aus denen gelegentlich sogar mal ein Pinguinjunges herauslugte. Und vorbei an einer wunderschönen Küstenlandschaft, die sich nur 2300 Km entfernt vom Südpol befindet. Bei einem kurzen Fotostopp, merkten wir das auch, denn es wehte eine sehr sehr steife Brise.




Sobald wir das Pinguingelände erreichten durtfen wir nicht mehr fotografieren, so blieb mir nichts anderes übrig, als einige Postkarten abzufotografieren. Es war einfach toll. Mit dem Sonnenuntergang wurden plötzlich lauter weiße Bäuche an Land gespült, richteten sich auf und drehten sich - die Lage immer im Überblick behaltend - andauerd in alle Richtungen. Dann ging es in Gruppen los. Und wie. Der Chef ging voran und alle blieben jedesmal wie angewurzelt stehen, wenn eine Möwe über sie hinwegflog. Dann rannten, die Pinguine förmlich den Strand hinauf, die dicken, die am meisten Fressen abbekommen hatten, immer hinterher, denn Fett macht ja bekanntlich unbeweglich (das Problem mit den Möwen ist nämlich, dass sie erst da sind, seitdem die Menschen mit Chips und Co. die Pinguine bei ihrem Marsch beobachten. Da Vögel wie Seeadler die natürlichen Feinde sind, erleiden die Pinguine jedesmal einen Herzstillstand, wenn die Möwen losfliegen, denn da nehmen sie es mit der Rasse wohl nicht so genau).





Auf dem Rückweg hatte Juliane dann mit ihren Nerven zu kämpfen, denn unser Fahrer war stark übermüdet. Ständig stand er auf, und fuhr sich über die Augen. Als er dann schließlich fast auf das Stauende einer roten Ampel auffuhr, war es mit der falschen Gelassenheit vorbei und eine Beschwerde war fällig. Um kurz nach Mitternacht rollte der Zug vom Stadtzentrum in Middle Footscray ein und ich war wieder daheim.

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Eva,

nach der ganzen langen Zeit, dachte ich, ich schreibe dir auch mal einen Kommentar zu deinem Blog. Mir gefällt der gut und wie die anderen alle auch, bin ich immer mit dabei, wenn was Neues gepostet wird. :-) Auch als Nicht-Daheimgebliebene hoffe ich, dass dir Australien, das RMIT, deine Unterkunft gefällt (obwohl ich natürlich auch schon vieles weiß :-)) und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder (nicht so schwer). Ich wünsche dir eine schöne Zeit, viele tolle neue Kontakte, wunderbare Erlebnisse und wunderschöne Reisen.

Liebe Grüße auch aus Melbourne

Claudia

Anonym hat gesagt…

evachen!
da sind se, die punguine! wie witzig. die gibts hier nicht. aber dafür sonne und warm... und das noch eine ganze zeit lang ;-)
wir sprechen die tage nochmal, ja?
küßchen :-*

Thomas hat gesagt…

Hallo Eva

nach längerer Zeit habe ich mal wieder bei dir gelesen. Am meisten beeindruckt bin ich von dem Bericht über dein Studentenleben. Da könnte ich noch einige Informationen vertragen. Wie mich überhaupt dein Alltagsleben mindestens so sehr interessiert wie touristische Highlights. Also bis demnächst

Thomas

Thomas hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.