Donnerstag, 10. Mai 2007

Ein Sonntag in den Dandenongs

Letzten Sonntag ging es in die Berge - in die Dandenongs, um genau zu sein. Dort sollten wir die unterschiedlichsten Sachen erleben, denn die RMIT hatte diese Tour wohl (oder übel) geplant. Ich glaube, ich habe bisher noch nicht erwähnt, dass ich mit den RMIT Touren ein bisschen auf Kriegsfuß stehe. Ich verschone euch jetzt mit den Einzelheiten, aber sowohl der Surftrip als auch die Penguin Parade waren teilweise durchaus fragwürdig. Da wir die drei Touren aber zu Beginn gebucht hatten, hieß es "Augen zu und durch". Es war schwer, die Augen zu zu machen...

Los gings mit sieben Mann (dafür kann ja keiner was), ohne Teamleader nur mit dem Busfahrer (der zwar ein ziemlich stiller aber - wie sich herausstellen sollte - auch ein ziemlich netter war).
Und es ging durchaus richtig gut los... Wir durften Kakadus und Papageien füttern...
Herrlich. Die waren aber auch einfach zu niedlich...



Was soll ich dazu sagen, der ist ziemlich plötzlich losgefolgen, der Kollege...




Seht ihr, wie der da auf meinem Kopf geradezu trohnt? Mit vor Stolz (und Eroberungsdrang)geschwellter Brust.







Nach diesem tierischen Vergnügen wurden wir zur Puffing Billy - einer schnaufenden alten Dampflock geführt. Mit der galt es jetzt zu fahren, schließlich stand die Tour unter dem Namen "Puffing Billy Tour". Joa, ne halbe Stunde sind wir gefahren... bei der ersten Station hieß es aussteigen. Keine Brücken, Tunnel oder spektakulären Wälder (ich belasse es jetzt bei dieser Anspielung).

Ach ja...




Nach einer gepflegten Mittagspause in einem kleinen, wirklich urigen Dorf, wo ich einen Laden komplett hätte kaufen können, wäre da nicht die Melbourne - Bremen Transportfrage gewesen, sind wir dann in ein Aboriginal Cultural Center gefahren. Da die RMIT vergessen hatte, eine Führung zu buchen (kein Kommentar), war das Ganze auch ziemlich schnell erledigt. Eine halbe Stunde reichte aus, um alle Bilder und Kunstwerke zu bewundern.
Am Aufregensten war aber diese Riesenspinne, die wir entdeckten. Mausetot, aber leider nicht genug, um sie anzufassen und umzudrehen, deshalb nur die unansehnliche Unterseite... Ganz schön groß oder?



Da auch der insichgekehrte Busfahrer sehr überrascht ob der frühen Uhrzeit war, fragte er uns kurzerhand, ob wir nicht noch was machen wollen. Da wir in unserem Mittagspausen-Café eine Broschüre über den Nationalpark, in dem wir uns befanden mitgenommen hatten, konnten wir schnell ein Wunschziel ausmachen: das William Ricketts Sanctuary. Ein Künstler, der lange Zeit mit Aborigines verbracht hatte, hatte über 50 Jahre Steinfiguren gemacht - und was für welche. In der grünen mystischen Umgebung war die Skulpturen nochmal so beeindruckend.






Danach ging es dann aber wieder zurück Richtung Melbourne. Gegen halb sechs rollte der Bus auf unsere Uni zu und so hatte jede von uns noch Zeit, den Tag mit einem gepflegten Sonntag Abend ausklingen zulassen.

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