Sonntag, 17. Juni 2007

Der Melbourner Marathon oder wie lange brauche ich für 5km?

Heute, am heiligen Sonntag, klingelte mein Wecker bereits um 7:00 Uhr. Grund für diese frühe Störung war der Melbourne "Run to the G" - ein Charity-Lauf, der - aus mir unbekannten Gründen - so früh am Morgen startete.
Da kann ich von Glück reden, dass ich mich nicht für den Halbmarathon angemeldet hab (von meinen nicht vorhandenen sportlichen Voraussetzungen mal ganz abgesehen), da fiel der Startschuss nämlich bereits um 7:15 Uhr. Nein, Mareike, Juliane und ich hatten uns für den 5km Lauf angemeldet und schon im Vorfeld wild spekuliert, wie lange wir für diese Strecke wohl brauchen werden (schließlich musste man bei der Anmeldung eine ungefähre Zeitangabe machen). Wir haben uns dann schlichtweg in der letzten Gruppe (35 Minuten oder länger) angemeldet - lieber positiv überrascht sein war da der Gedanke. Als Anhaltspunkt nahmen wir meine Leistungen im Fitnessstudio, dort laufe ich bei gleichbleibender Geschwindigkeit nämlich 4 km in exakt 31:11 Minuten (das Band ist ja eingestellt).
Als dann um 8:30 Uhr unsere Rucksäcke verstaut waren und wir die letzten Bewegungen unserer Aerobic-Fitness-Dame mitgemacht hatten hieß es auf zur Startlinie. Hier erstmal unsere Strecke schwarz auf weiß (das MCG ist das große Football/ Cricket Stadion):


Auf unseren Laufnummern, die uns vorher per Post zugeschickt worden waren, war hinten drauf so ein Elektronik-System, was die genaue Startzeit und Zielzeit (wir rannten über eine Markierung) festhalten sollte. Na dann mal los... Über Straßen und Fußwege, an Massen von Leuten vorbei, Hügel rauf, Hügel runter. Nach einem gefühlten Kilometer waren wir drei in alle Himmelsrichtungen verstreut. Jule konnte ich vor mir immer noch sehen, Mareike war hinter mir verschwunden (aber umdrehen ist ja auch schwerer). Beim MCG angekommen wurden Wasserbecher gereicht, ich konnte nicht, trinken im Lauf geht gar nicht für mich. 100 Meter weiter dann eine Drei-Mann-Kapelle in kreichschgelben Anzügen und riesem Kontrabass (oder wie diese mannshohen "Gitarren" gleich heißen), die gerade Lollipop zum Besten gaben und die vorbeitorkelnden Läufer abklatschten, herrlich.
Am Stadion vorbei, ich stellte gerade fest, dass jetzt auch mal gut ist, obwohl mir das noch gar nicht soooo lange vorkam, sah ich plötzlich die Ziellinie. Also auf zum Spurt und... ich hab keine Ahnung wie lange ich gebraucht hab. Mareike hatte ihr Handy dabei und beim Start auf die Uhr geguckt, sie meinte sie hat 35 Minuten gebraucht. Ich schätze also ich liege so bei 33 Minuten, die genauen Ergebnisse gibt es am Dienstag (für mich Freitag, da ich ja bis dahin beim Uluru bin), ich werde berichten.



Hier also die stolzen Läufer in ihrer ganzen Pracht. Wir wollten es dann ja auch noch mit einem ultimativen Freudenssprung versuchen, leider ist immer mindestens eine von uns unscharf.



Als Preis gab es dann noch eine Tasche voll mit mehr oder weniger tollen Sachen. Neben einer "The Sunday Age" gab es kleine Creme-Proben, einen leckeren Saft, einen Fitnessriegel und ein ganz tolles Handtuch. Es hat sich also in jeder Hinsicht gelohnt, der Run to the G (was auch immer für G steht)...




PS: Sehr geehrte Damen und Herren von CUT Enterprises, ihre DVD ist eingetroffen. Ich habe sie sofort angeschaut und jede Sekunde genossen. Eine Produktion die eindeutig die Mühe Wert war. Ich freue mich schon auf Folge 145. (OK, alle BTS-Volleyballer wissen jetzt bescheid).

Ich verabschiede mich bis nächste Wochen, dann habe ich hoffentlich ganz tolle Bilder vom Uluru und der Einöde des Outbacks.

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