Montag, 4. Juni 2007

Eine Geisterstadt namens Walhalla

Ich bin spät dran. Letzte Woche Samstag haben Ilka, Mareike, Juliane und ich ein Auto gemietet und sind raus aus Melbourne und rein ins Landleben. Unser selbsternanntes Ziel hieß Walhalla - ein kleines...ja, wie nennt man das jetzt...?... eine Anhäufung vereinzelter Häuser mit sage und schreibe elf Bewohnern. Ja, das war Walhalla. Es war unglaublich urig. Ein Store für das nötigste, eine Feuerwehrstation, die schätzungsweise mehr aus Prinzip immer noch da ist und ein kleines Hotel.
Das war aber alles ganz egal, wir wollten eh noch weiter ins 'stille Innere' - in den Busch. Das Wetter war herrlich, die Stimmung dementsprechend sonnig und wir alle bereit die gebuchte Jeep-Tour in vollen Zügen zu genießen.



Die Jeep-Tour hielt was sie versprochen hatte. Es ging querfeldein und das wortwörlich. Durch Flüsse, Monsterschlaglöcher und gefühlte 90 Grad Abhänge rauf und runter. Herrlich. Nebenbei gab es noch Geschichtsunterricht über die Gegend und das Goldgräbertum, das Jahre zuvor dort irre angesagt war.

Das war unser todesmutiger Fahrer Ron.


Ahhh, und das kommt davon, wenn man die Blogeinträge solange vor sich herschiebt. Ich habe vergessen, was das ist, wartet, ich klau/schau mal schnell bei Mareike...es müsste Kupfer sein. Ja, Kupfer. Das Stück war verdammt schwer, kann ich euch sagen...


Diese Flecken im Felsen sind, glaube ich, auch ein Zeichen für kupferhaltigen Boden. Die blauen Pünktchen heißen irgenwas mit azur, auf jeden Fall kommt da die Farbrichtung azurblau her, so.





Nachdem wir also gefühlte fünf Stunden ordentlich durchgeschüttelt wurden, war uns allen nach etwas mehr Bodenständigem. Warum also nicht ab in eine Mine? Ein Starkraucher mit dem unglaublichen Namen 'Scheriff' (frei geschrieben, wie es logisch erscheint) ging es ab ins kühle Dunkel.



Nach vollbrachter Arbeit (und sehr interessanter Lehrstunde) ging es dann wieder zurück ins Tageslicht. Doch nicht bevor wir unseren Schlüsselanhänger wieder zurück ans 'out'-board gesteckt hatten, man kann ja nie wissen...


So ging ein herrlicher Unrlaubstag zu Ende. Und als gegen acht abends eine zunehmend wahnsinnig werdende, fahrende Ilka den Wagen geparkt hatte, die Schicksalsgöttin per Losverfahren entschieden hatte, dass Mareike die undankbare Aufgabe hat, den Wagen am nächsten Morgen um neun Uhr zurück zum Besitzer zu bringen, ging es wieder ab ins kalte Zimmerchen in eine Straße namens Windsor Street.

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