Dienstag, 27. Februar 2007

Das Camp - der Triologie 2.Teil

Am Samstag klingelte dann um 7.00 Uhr der Wecker - viel zu früh. Doch was sollten wir machen, um 7.45 Uhr gabs Frühstück. Anschließend sind wir mit unserem Bus nach Hamilton gefahren. Dort haben wir uns dann in einem Stadtrundgang (die "Stadt" ist sehr überschaubar) die Häuser angeschaut, um gleich was über die Kolonialisierung Victorias (der Staat, indem wir uns befinden) zu lernen (dies ist wiederum wichtig für den Report, den wir zum Camp schreiben müssen und der mit 30 % in unsere Note einfließt - ja nix hier ist nur zum Spaß).

Doch da das noch nicht genung Hamilton war, haben wir gleich noch die noch überschaubarere Art Gallery der Stadt besichtigt. Aber was klein ist, ist auch schnell abgelaufen und so konnten wir gut eine Stunde später wieder in den Bus steigen und freudig dem nächsten Highlight entgegen blicken: einer Lecture von einer der drei Proffessoren. Wenn sogar die Kollegen wegdösen, dann sagt das doch was über den Unterrichtsstil aus! Es war aber auch einfach zu warm und dann gleich nach dem Essen, puhhh, war das anstrengend.


Der Nachmittag war dann der Natur gewidmet. Wer wollte konnte einen kleinen Berg namens Piccaninny besteigen (wir wollten und wurden dafür mit einer unglaublichen Aussicht belohnt).





















Am Abend stand dann das Highlight des Camps an: ein BBQ mit der national community, sprich mit Einwohnern aus Hamilton. Mit ihnen sollten wir uns - in Gedenken an unseren Campreport - ein bisschen über das Leben und die Veränderungen in Hamilton unterhalten. Nach einem herrlich blutigem Steak (ich weiß nicht, was für Fleisch es war, aber ich hoffe, es war Rind), einem Chorauftritt und einem Mann mit Digerido, waren wir an der Reihe. Jedes im Camp vertretende Land sollte seine Nationalhymne singen. Da die Deutschen mit zirka 60 % in der Überzahl waren, hatten wir es leicht. Dem Südkoreaner jedoch erging es anders, er war der einzige Landsmann, sang aber ganz tapfer alleine. Dänemark, Frankreich und die Schweiz mussten sich zu zweit oder dritt durch die Gesangseinlage quälen und der Holländer wäre alleine gewesen, wenn nicht zwei Hamiltoner einst von Holland nach Australien immigriert wären und ihn so eifrig unterstützten. Die Amerikaner waren - wie immer - sehr speziell. In weiser Voraussicht hatte unser Dozent eine amerikanische Flagge dabei und so haben die sieben Studenten mit Hand auf dem Herzen und voller Inbrunst gesungen.







Den restlichen Abend verbrachten wir Studenten - angeführt von drei quitschigen sternhagelvollen Amerikanerinnen - in einer gemütlichen Runde, um schließlich - ähnlich fertig wie am Vortag - in die Federn zu fallen.

Keine Kommentare: