Freitag, 20. Juli 2007

2700 Kilometer in vier Tagen


13.07. - 16.07. - eine Autofahrt, die ist lustig... - 2700km - Endstation Mardugal

Weil die letzten vier Tage ausser Autofahren an sich nichts passiert ist, auf der anderen Seite sich die Eindruecke aber nur so haeufen, fasse ich unsere Reise ins "Top End" einfach mal zusammen. Zunaechst einmal hiess es ins Northern Territory (ein Bundestaat) kommen.



Auf dem Weg nach Mission Beach sah zunaechst alles noch richtig schoen gruen aus - so wie es sich gehoert. Wir fuhren vorbei an Bananenplantagen, Zuckerrohrfeldern und Bauemen, die mit einer Art Schlingkraut ueberwuchert waren und so die interessantesten Formen abgaben. Doch je weiter wir uns ins Innere vorkaempften desto ebener und farbloser wurde die Landschaft und desto gerader und eintoeniger wurden die Strassen. Es ging vorbei an Rinderherden, die direkt am Strassenrand nach Futter suchten, und einem Dingo, der ein Stueck neben uns her rannte. Und es ging vorbei an Leichen. Einer endlosen unzaehligen Anzahl toter Kaengurus, Wallabies und Rinder. Grund dafuer sind in den meisten Faellen die so genannten Road Trains, Trucks mit bis zu vier Anhaengern und einer Laenge von ueber 50 Metern. Die donnern in einem kontinuierlichen Tempo ueber die Strasse und wenn da was in den Weg hoppelt, dann wars das.

Hier ein paar Eindruecke von der Fahrt: Nummer 1, ein Termitenhuegel.




Das ist in besseren Zeiten ein Fluss.


100km nur geradeaus ist hier keine Seltenheit. Und diese daemlichen Kamikaze-Voegel haben uns das Leben so richtig schwer gemacht. Die schossen immer um Haaresbreite um unser Auto rum. Einen haben wir mitgenommen, die Dunkelziffer ist unbekannt.





Ein Kaenguru - gerade noch rechtzeitig... (ich gebe zu, es ist schwer zu erkennen, zu Hause vergroesser ich das nochmal)



Noch mehr Termitenhuegel.





Unendliche Weiten.



Am dritten Tag unserer Reise kamen wir schliesslich in Daly Water an - der wohl veruecktesten Gemeinde unter der Sonne. Unser Campingplatz wurde uns gezeigt, indem ein urlaessiger Typ mit dem Mofa vorneweg gefahren ist.



Gebucht, gegessen, gefeiert und getrunken wurde in diesem schrillen Pub. Am besten gefiel mir der Spruch an der Theke "Credit given to women over 80 accompanied by their mother". Herrlich. Naja, ich moechte meinen, dass der Pub hier fuer den Eindruck der gesamten Stadt spricht.






Am naechsten Morgen sind wir noch schnell zum Stuart Tree gefahren. Der gute Herr Stuart hat als erster Australien von Sued nach Nord mit dem Flugzeug ueberflogen und im Jahre 1862 seine Initialie "S" in den Baum geritzt. Aber seht selbst.





Ploetzlicher Nebel - welch willkommene Abwechslung.



Kurz vor unserem Ziel dem Kakadu National Park haben wir noch in Mataranka halt gemacht. Hier wollten wir ein Bad in den heissen Quellen nehmen, doch das stellte sich als eher enttaeuschend heraus, da die Quelle mehr wie ein Pool aussah, Also haben wir uns eben noch so ein bisschen die Beine vertreten. Und an was laufen Veit und ich vorbei, veranlasst Jule aber zu einem Entsetzensschrei? Eine riesen Schlange. Die war mindestens drei Meter lang.





In diesem Wasserloch - auch wenn es noch zu verlockend aussah - war Baden verboten.



Mit Betreten des National Parks haeuften sich die Buschfeuer, bewusst gelegte wohlgemerkt. Die sollen verhindern, dass sich ein nicht gewolltes Buschfeuer unkontrolliert ausbreiten kann und werden immer in der Trockenzeit gelegt. Sah verdammt beaengstigend aus.




Am Campingplatz in Mardugal angekommen wurden wir abends dann noch von einem kleinen Kaenguru oder Wallaby (keiner weiss es) begruesst. Sehr suess der Bursche.




Over and Out fuer heute, ich kann nicht mehr... aber die naechsten Eintraege sind schon vorbereitet...

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