Samstag, 21. Juli 2007

Buschfeuer und Feuchtwiesen im Kakadu National Park

17.07. - die Natur ruft - 20km - Jabiru

Nach vier Tagen im Auto waren wir allesamt einfach nur froh, uns endlich mal wieder bewegen zu koennen. Einziges Manko: die Hitze. 36 Grad, Sonne pur und maessig viel Wind, da war Schwitzen angesagt. Aber was will man machen? Los ging es mit einem Marsch in den Yellow Water Wetlands - ein riesiges Sumpfgebiet, das am South Alligator River liegt. Nachdem wir gute 200km durch mehr oder weniger trockenes Oedland gefahren waren (nicht umsonst heisst diese Zeit des Jahres "dry season") war dieser Anblick schon sehr ueberraschend.






1,6km spaeter und noch kein bisschen Bewegungs-muede galt der naechste Stop dem Mirrai Lookout. Ok, das war jetzt schon schweisstreibender. Immer schoen bergauf, kein kuehlender Fluss in der Naehe und eine Menge unverschaemt laestiger Fliegen. Da hat Eva doch glatt Premiere im Wester-Hut-Tragen gefeiert.



Nach dem luftige Ausblick auf dem Mirrai Lookout (wo die Maenner - selig wieder Handyempfang zu haben - erstmal fleissig SMS getippt haben, anstatt die schoene Aussicht zu geniessen, tsas) ging es zur einer der Hauptattraktionen des Parks, dem Nourlangie Rock mit seinen uralten Aboriginee Malereien.



Ja, an Ideenreichtum mangelt es den Australischen Ureinwohnern jedenfalls nicht - herrlich...



Un da ist er, der Feinschmecker.



Hier auf diesem Felsen wohnt Lighting Man, einer der Traumzeitwesen und/oder Schoepfungsgeister der Aboriginees.




Tief beeindruckt von den Malereien und vor allem den Geschichten dazu ging es zur Abwechslung mal wieder einen etwas sonnigeren Pfad um ein billabong (Wasserloch) herum - sehr nett, aber leider Krokodil frei (wir haetten doch so gerne mal eines gesichtet).





Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz in Jabiru - in der Luxusklasse fuer unsere Verhaeltnisse. Aus diesem Grund ging es auch erstmal eine Runde in den Pool, danach noch schick in der Poolbar essen und zwischendurch (und das war gratis) gab es diesen tollen Sonnenuntergang.




18.07. - Kunst auf Stein - 40km - Ubirr
Tag Nummer zwei war im Groben aehnlich wie der erste, natuerlich mit anderen Walking Tracks. Am Ubirr Rock hatten wir nicht nur eine atemberaubende Aussicht, auch hier gab es wieder einige nette Felsenmalereien zu begutachten.








Und dann kam es - ganz unvorhergesehen - zu Evas dunkler (Fitness-)Stunde an diesem Tag. Ein weiterer Weg rund um eine Billabong stand an, nur war dieser a) 6,5km lang b) in bruetendheisser Sonne und c) ein drittel der Zeit verlief der Weg durch tiefen Sand - ICH WAR AM ENDE. Ich war wirklich kurz davor einen Sitzstreik zu beginnen. Und da ueberall die Krokodil-Warnschilder standen, war ich irgendwann auch der festen Ueberzeugung (ist das dann auch schon eine Fata Morgana?) das gleich ein Krokodil aus dem Gebuesch auf mich zu hechtet und mich mit einem Schnapper von meinem Elend erloest. Ist nicht passiert, ich habe es auch geschafft - gerade so.



Nach einer - fuer Australische Verhaeltnisse - ausgiebigen Dusche und einigen entspannten Augenblicken auf unserem dritten und letzten Campingplatz in Merl, ging es ein letztes Mal zum Ubirr Rock, diesmal um den Sonnenuntergang auf dem Felsen zu geniessen. Da ich den Aufstieg mit Flip Flops hinter mich gebracht hatte, war oben erstmal Fuesse eincremen (ja, Eva hat nen Tick) angesagt. Das hat Jule dann auch so amuesiert, dass sie prompt abgedrueckt hat - recht so. Der Sonnenuntergang war dann auch wirklich toll, leider fanden das ungefaehr 200 andere Menschen auch.






Was fuer ein Abschied aus diesem wunderbaren Land. Als ich da so auf meinem Felsen sass, ist mir das erste Mal so richtig bewusst geworden, dass ich mich nicht nur unglaublich auf zu Hause und das was vor mir liegt freue, sondern dafuer auch einen Preis zahle, naemlich dieses Land hinter mir zu lassen (jetzt lasst mich doch mal ein bisschen schwuelstig werden!). War das ein mulmiges Gefuehl.
Am naechsten Morgen hiess es naemlich Abschied nehmen von Juliane und Enrico, die noch eine Woche drangehaengt haben und mit Veit ab nach Darwin. Dort den Caravan abgeben und anderthalb Tage in Darwin verbringen bevor der Flug am Samstag Morgen um 1:40 Uhr zurueck nach Melbourne geht (ich sitze hier naemlich gerade am Sydneyer (!) Flughafen, aber das ist eine eigene Geschichte wert und will ein anderes mal erzaehlt werden)...

Keine Kommentare: