Dort fanden wir uns zwischen Seepferdchen, King Crabs, riesigen Hummern und ekligen Murähnen wieder. Die Schildkröten haben es mir besonders angetan und da das Becken oben offen war, wir also rein theoretisch von oben reinfassen konnten, waren da die besten Fotos möglich.
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Zum kröneneden Abschluss kamen wir dann zum riesen Aquarium, wo gigantische Rochen und verdammt furchteinflößende Haie ihr Unwesen trieben. Ich habe mich todesmutig unter den Durchgang gestellt und unter gefährlichsten Bedingungen ein Foto von mir machen lassen.
Bleibt die Geschichte von Simon Crellin. Am Abend trafen wir uns (bis auf Mareike, die jetzt auch ihre Wohnung bezogen hat) für ein Bierchen und eine Runde durch die Innenstadt. In einem Pub eingekehrt verschwand Claudia für ein Telefonoat mit ihrer Traumvermieterin in spe und somit war ein Stuhl leer. Aber nicht lange. Plötzlich tauchte aus dem Nichts ein Mann im Anzug - mitsamt Schlips und allem was dazu gehört - auf und legte los. Keiner kann im Nachhinein sagen, was genau der gute Mensch eigentlich von uns wollte, eines war jedoch allen klar: er war rappeldicke voll. Auf drängende Nachfragen bestätigte er uns, dass er, seit er um 16.oo Uhr seine Bürotür hinter sich abgeschlossen hatte, am Feiern ist. Ja, das glaubten wir ihm sofort.
Es war einfach unglaublich. Plötzlich fing er an uns die Australische Geschichte vom Urknall, über den ersten und zweiten Weltkrieg bis hin zur Gegenwart zu erzählen. Wann wieviele Australische Soldaten für nichts und wieder nichts gestorben sind und so weiter und so fort. Selbst mein Fotografieren brachte ihn nicht aus der Spur. Dann wollte ich wissen, ob wir ihm nicht ein bisschen Deutsch beibringen sollen und ob er nicht ein englisches Wort hätte, dass wir ihm übersetzten sollen. Nachdem wir ihm erklärt hatten, dass Sex, Drugs and Rock`n Roll im Deutschen genauso gesprochen wird fing er an irgendwas auf französisch zu nuscheln. Claudia, inzwischen von ihrem Telefonat zurückgekehrt, fasste sich ein Herz und übersetzte "Ich verstehe nicht" (also das hatte er auf französisch gesagt und wollte es ins Deutsche übersetzt haben). Nach vier oder fünf Anläufen lallte er dann ein "Isch verschtehä nisch" und wir sind fast ausgeflippt vor Lachen, denn das war eine astreine "Alkoholiker Übersetzung". Jetzt sind wir alle im Besitz einer Visitenkarte von einem Associate Director, ach ja, kann das Leben noch schöner werden?
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1 Kommentar:
Hallo Eva-Mädel,
na, dass scheint bis jetzt ja alles super down under zu laufen. Sogar schon die ersten Aussies mit deutscher Kultur versorgt. Respekt, Respekt! Auch Deine Kurz-Reportagen sind wirklich sehr lesenswert. Dir und Deinen Mitstreiterinnen weiterhin viel Spass. Und spendiere Snoopy mal ein Leckerli von mir.
MfG Jennes
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